Privates Astrofotografie-Observatorium
M94
M 94

Beschreibung und Beobachtung
M94 glänzt mit hellem Kern und ringförmiger Struktur in den Jagdhunden – kompakt und kontrastreich.
Die Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde ist ein Klassiker des Frühlingshimmels; der innere, ringförmige Bereich um den Kern tritt in Langbelichtungen deutlich hervor.
Ende März steht M94 abends bereits hoch und zeigt ihre feinen Strukturen auch mit moderater Öffnung.
Messier 94 (M94), auch bekannt als NGC 4736, ist eine helle Spiralgalaxie im Sternbild Jagdhunde (Canes Venatici), etwa 16 Millionen Lichtjahre von uns entfernt. Sie gehört zur M94-Galaxiengruppe, einer der nächsten Nachbargruppen der Lokalen Gruppe. Besonders auffällig ist ihr heller, kompakter Kern, der von einem ringförmigen Bereich intensiver Sternentstehung umgeben ist – dieser sogenannte „Starburst-Ring“ verleiht der Galaxie ihr katzenaugenartiges Aussehen. Die äußere Struktur von M94 ist sehr diffus und besteht aus einem weit ausgedehnten Ring aus älteren Sternen und Gas, der in Langzeitbelichtungen sichtbar wird. Wissenschaftlich interessant ist M94 auch deshalb, weil sie offenbar deutlich weniger Dunkle Materie enthält als vergleichbare Spiralgalaxien, was sie zu einem spannenden Forschungsobjekt macht. Beobachter sehen bei kleineren Teleskopen vor allem den hellen Kern, während der äußere Halo nur unter sehr dunklem Himmel oder fotografisch sichtbar wird. In der Astrofotografie offenbart M94 in Langzeitbelichtungen eine elegante Spiralstruktur mit blau leuchtenden Sternentstehungsregionen im Innenbereich und einem schwachen, ausgedehnten Außenring, der fast kreisförmig erscheint. Aufgrund dieser Eigenschaften ist M94 sowohl für visuelle Beobachter als auch für Astrofotografen ein lohnendes Ziel.
Objekt- und Aufnahmedaten
- Katalog
- M 94
- Aufgenommen
- 23. März 2025
- Belichtung
- 5 h 13 min
- Rektaszension
- 192.72114°
- Deklination
- 41.12025°
- Helligkeit
- 8.24 mag